Vernetzung im Fokus

„Damit Südtirol als Wirtschaftsstandort attraktiv ist, müssen wir vernetzt sein. Sowohl im Bereich der Erreichbarkeit durch regionale und internationale Anbindungen und schnellen Datenverbindungen, als auch in anderen Bereichen, wie beispielsweise in der Aus- und Weiterbildung“, mit diesen Worten eröffnete der Bezirkspräsident des Südtiroler Wirtschaftsringes Helmut Tauber die Bezirksversammlung für das Eisacktal und Wipptal, welche kürzlich im Beisein des Landeshauptmannes und Landesrates für Wirtschaft Arno Kompatscher in der Festung Franzensfeste stattgefunden hat.

„Ein funktionierender Regionalflughafen ermöglicht uns eine Vernetzung mit der Welt und bringt auch für die peripheren Gebiete Vorteile: die Attraktivität und Bekanntheit des Standortes Südtirol werden gestärkt, Wertschöpfung – und damit einhergehend auch Arbeitsplätze – geschaffen“, betonte Tauber in seinem ersten Statement. Gleichzeitig gelte es, die Erreichbarkeit auf möglichst allen Ebenen sicherzustellen, denn diese werde in Zukunft ausschlaggebend für den Erfolg der heimischen Unternehmen sein. Zu diesen gehört eine schnelle Zugverbindung für Reisende im Umkreis von 600 km, wie sie durch den BBT sichergestellt werden kann und ein sicheres und vor allem flüssiges Vorankommen auf der Straße. Der Bahnhof Franzensfeste müsse als Bahnhof für den internationalen Zugverkehr etabliert und gleichzeitig mit dem regionalen Bahnverkehr abgestimmt werden. Welche Möglichkeiten sich durch den Bau der Riggertalschleife ergeben, wollten die Wirtschaftstreibenden ebenfalls vom Landeshauptmann wissen. In Bezug auf die A22 sei mit der Unterzeichnung des Einvernehmensprotokolls zwischen Land und Infrastrukturministerium die  Konzessionserneuerung auf der Zielgeraden. Die Vereinbarung sieht auch zwei Milliarden Euro für Investitionen unter anderem für den Bau von Lärmschutzwänden und Rasstätten vor. Damit könnte die Neugestaltung der Raststätten als Schaufenster Südtirols vorangetrieben werden, so die Forderung der Wirtschaft.

Der Landeshauptmann unterstrich die Bemühungen der Landesregierung, die Erreichbarkeit auf allen Ebenen zu verbessern, um durch eine optimale Abstimmung aller Verkehrsträger ein modernes Verkehrsnetz zu schaffen. Internationale Züge würden auch weiterhin in Franzensfeste halten. Ob bzw. wie viele Züge das sein werden, hänge aber schlussendlich von der Nachfrage ab. Er rief die Wirtschaftstreibenden dazu auf, sich diesbezüglich über Möglichkeiten zu informieren und beispielsweise im Tourismus konkrete Angebote mit Direktzügen zu erstellen. Die Riggertalschleife hingegen sei klar für den regionalen Zugverkehr gedacht. Eine Machbarkeitsstudie sei derzeit von RFI in Auftrag gegeben worden. Erst sobald diese vorliege, könne genaueres über den Trassenverlauf und die Abstimmung mit anderen Verkehrsträgern gesagt werden. Im Bereich der A22 sicherte der Landeshauptmann zu, dass der Bau der Lärmschutzwände im Bereich Brixen/Vahrn und Sterzing und die Raststätten in Trens und Klausen prioritär realisiert werden.

Vernetzung von Schule und Wirtschaft

Die Wichtigkeit der Vernetzung von Schule und Wirtschaft und die Förderung von Innovation in den Betrieben waren das zweite große Thema des Abends. In Südtirols Betrieben spricht man von „gelegentlicher Innovation“, da die meisten Betriebe, wenn überhaupt, nur einmalig um eine finanzielle Unterstützung ansuchen. Das Bewusstsein für die Wichtigkeit von innovativen Prozessen und die Unterstützung vor allem vor Ort in den Betrieben müsse stärker gefördert werden. Diesbezüglich, so der Landeshauptmann, werde dem Technologiepark eine wesentliche Rolle zukommen, denn dieser habe die Aufgabe vor allem auch in den Betrieben angewandte Forschung und Entwicklung zu unterstützen. Genauso sei auch die Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft durch gezielte Projekte zu fördern.

„Diese Bezirksversammlungen sind ein Ausdruck der Vernetzung unter uns Wirtschaftstreibenden. Wir haben die Chance, unsere Anliegen und Vorstellungen für den Wirtschaftsstandort Südtirol gemeinsam mit dem Landeshauptmann zu diskutieren und Maßnahmen für die Zukunft unseres Landes zu setzen“, unterstrich SWR-Präsident Philipp Moser abschließend.  Die Bezirksversammlung in der Franzensfeste bildete den Abschluss der Gesprächsreihen „Wirtschaft im Gespräch“, an welcher an fünf Abenden rund 750 Wirtschaftstreibende teilgenommen haben.

 

 

 

 

 

 

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Author: Giorgia Arman