Impulse 2023 – Für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Südtirols

Die Handelskammer Bozen hat heute Vormittag gemeinsam mit dem Südtiroler Wirtschaftsring das Dokument „IMPULSE 2023 – Für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Südtirols“ präsentiert, mit welchem die beiden Partner auf die wesentlichen Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Südtirol aufmerksam machen und Lösungsvorschläge zur Diskussion stellen wollen.

„In den letzten Jahren hat sich Südtirols Wirtschaft vielen Herausforderungen stellen müssen, zudem verlangt der Klimawandel eine Umgestaltung der Wirtschaft in Richtung der Nachhaltigkeit. Gleichzeitig stellt sich ständig die Frage, wie Südtirol in einer globalisierten Welt seine Wettbewerbsfähigkeit erhalten und weiter ausbauen kann“, betonten Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen und Federico Giudiceandrea, Präsident des Südtiroler Wirtschaftringes, bei der Eröffnung der heutigen Pressekonferenz in der Handelskammer Bozen.

Danach präsentierten Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen und Roman Fuchs, Geschäftsführer des Südtiroler Wirtschaftsringes, das Dokument „IMPULSE 2023 – Für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Südtirols“. Dieses setzt sich aus den folgenden neun Punkten zusammen:

  • Wettbewerbsfähigkeit bzw. Produktivität erhöhen: Um die Produktivität und somit die Wettbewerbsfähigkeit der Südtiroler Unternehmen zu sichern, muss gewährleistet werden, dass genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Neben dem Faktor Arbeit sind auch weitere Produktionsfaktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen entscheidend. So sind gerade die Investitionen ein Schlüssel für die Produktivität.
  • Unternehmen auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten: Die Maßnahmen zur Förderung des Wachstums der Unternehmen müssen auch in Zukunft ein zentraler Eckpfeiler der Südtiroler Wirtschaftspolitik bleiben. Dazu zählen die Förderung der Unternehmensentwicklung, die Unterstützung der Exporttätigkeit sowie die Gewährleistung der wirtschaftsnahen Forschung.
  • Energiegewinnung ausbauen: Angesichts der Herausforderungen der Energiewende und der Notwendigkeit CO2-neutrale Energieformen zu forcieren, sollte Südtirol die erneuerbaren Energiequellen (Wasser-, Wind- und Sonnenenergie) weiter ausbauen und damit einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
  • Umweltfreundliche Umgestaltung der Wirtschaft als Marktchance nutzen: Mit dem New Green Deal verfolgt die EU das ehrgeizige Ziel, Europa bis 2050 CO2-neutral zu machen. Die geplanten Maßnahmen verlangen von den Unternehmen zwar eine Fülle von Anpassungen, dennoch eröffnen sich auch neue Geschäftsmodelle und Marktchancen, gerade für Unternehmen in Südtirol.
  • Durchlässige und inklusive Gesellschaft fördern: Damit unsere Gesellschaft ihr Potential voll ausschöpfen kann, darf niemand zurückgelassen werden. Dies betrifft sowohl die Bildungschancen der Jugendlichen, die Karrieremöglichkeiten während des Erwerbslebens als auch die soziale Absicherung im Alter.
  • Sichere und effiziente Mobilität gewährleisten: Mobilität und Verkehr sind seit jeher von zentraler Bedeutung und eröffnen große wirtschaftliche Möglichkeiten. Gleichzeitig gewinnt auch die lokale Mobilität immer mehr an Bedeutung und muss weiterentwickelt werden.
  • Die Chancen der Digitalisierung aufgreifen: Eine umfassende Strategie soll die Digitalisierung als Chance nutzen, um Prozesse effizienter und zeitsparender abzuwickeln. Nicht zuletzt eröffnet sich daraus ein weites Feld für neue und innovative digitale Geschäftsmodelle.
  • Die wirtschaftlichen Erfordernisse in der Raumordnung berücksichtigen: Als Land im Gebirge hat Südtirol wenig Platz zu Verfügung. Deshalb muss zwischen unterschiedlichen Formen des Nutzungsbedarfs ein Ausgleich gefunden werden.
  • Reformen in der öffentlichen Verwaltung für Effizienzsteigerungen nutzen: Es ist unerlässlich, die Organisation vieler Dienste und Ämter zu überarbeiten, die Bürokratiebelastung abzubauen und die Verfahren bei Ausschreibungen zu vereinfachen. Die Digitalisierung eröffnet gerade für die öffentliche Hand Chancen, die Verwaltungsprozesse einfacher, effizienter und kostensparender abzuwickeln.

„IMPULSE 2023 – Für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung Südtirols“ steht auf der Homepage der Handelskammer unter www.handelskammer.bz.it zum Download bereit.

Für Informationen: Handelskammer Bozen, Ansprechpartner Alfred Aberer, Tel. 0471 945 615, E-Mail: generalsekretariat@handelskammer.bz.it.

 

Im Bild von links nach rechts: Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen, Federico Giudiceandrea, Präsident des Südtiroler Wirtschaftsringes sowie Roman Fuchs, Geschäftsführer des Südtiroler Wirtschaftringes.