Südtiroler Arbeitsmarkt: nahezu Vollbeschäftigung

Tiefenthaler: Der Trend ist eindeutig positiv. Neue Herausforderungen rechtzeitig angehen

„Die Reformen tragen Früchte“ – mit diesen Worten resümiert Leo Tiefenthaler, Präsident von Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige den jüngst veröffentlichten Arbeitsmarktbericht (2017/2) und nennt in diesem Zusammenhang die Reformen am Arbeitsmarkt und die Steuerreduzierungen sowohl auf nationaler (IRAP) als auch auf lokaler Ebene (GIS, IRPEF).

Diese Zahlen reihen sich in die grundsätzlich positive Stimmung in der Südtiroler Wirtschaft ein: rund 90 Prozent der Unternehmen haben positive Ertragserwartungen für das laufende Jahr, eine Beschäftigungsquote, die im letzten halben Jahr um 3,5 Prozent auf 78,8 Prozent gestiegen ist und eine Arbeitslosenquote, die auf 3,4 Prozent gesunken ist. „Zu sagen, es ist alles Gold was glänzt, wäre jedoch ein Trugschluss“, so Tiefenthaler. Unternehmen sehen sich nun mit einer anderen Herausforderung konfrontiert, nämlich dem Mangel an qualifizierten Fachkräften. Diese Herausforderung gelte es anzunehmen und schnellstmöglich auf verschiedenen Ebenen Maßnahmen zu treffen. Neben einem stärkeren Fokus auf eine fachspezifische und praxisbezogene Ausbildung und einer konstanten Weiterbildung wird auch die gezielte Anwerbung von Fachkräften aus dem Ausland notwendig sein, so der Tenor der Wirtschaftstreibenden.

„Die zielgerichtete Unterstützung der Unternehmen trägt nun die ersten Früchte, mit positiven Auswirkungen für ganz Südtirol. Auf diesem Weg gilt es weiter zu arbeiten und Maßnahmen zu treffen, die diesen Aufschwung auch langfristig unterstützen. Getreu nach dem Motto: Gute Wirtschaftspolitik ist gleich gute Sozialpolitik“, betont der Präsident abschließend.

 

 

Author: Giorgia Arman