Praktische Ausbildung ist Gold für Südtirol

Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige: Präsidium tauscht sich mit Landesrat Philipp Achammer aus.

 Um praktische Berufe aufzuwerten braucht es beherzte Initiativen. Zudem gilt es die Sprachkompetenzen gezielt zu fördern. Das Präsidium im Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige hat sich dazu mit Landesrat Philipp Achammer zum Austausch getroffen und über konkrete Maßnahmen diskutiert.

90 Prozent aller Lehrverträge in Italien werden in Südtirol abgeschlossen. „Trotzdem haben praktische Berufe in der öffentlichen Wahrnehmung nicht jenen positiven Stellenwert, der ihnen zusteht“, so die Präsidenten der Wirtschaftsverbände. Dabei liegen die Vorteile für junge Menschen klar auf der Hand: Ein Lehrling ist unabhängig und hat so bereits sehr früh die Möglichkeit sich eine sichere Zukunft aufzubauen. So kann er beispielsweise schon in jungen Jahren in die eigenen vier Wände investieren. Diese Botschaft gelte es verstärkt hinauszutragen, sind die Vertreter der Wirtschaft überzeugt.

Das sieht auch Landesrat Philipp Achammer so und ergänzt: „Eine wirkliche Gleichwertigkeit und Durchlässigkeit gibt es nur dann, wenn es durchgängige Ausbildungsmöglichkeiten gibt.“ Mit dem Lehrlingspakt oder der Matura über die Lehre konnten in enger Abstimmung zwischen Wirtschaft und Politik bedeutende Schritte gesetzt werden. „Zudem wollen wir die Wertigkeit des Meisterbriefes auf gleiche Ebene wie den Bachelor setzen“, berichtete Achammer beim Treffen.

Mit einem Mix an Maßnahmen für praktische Berufe begeistern

Weitere Maßnahmen sollen junge Menschen zudem verstärkt für praktische Berufe begeistern: Unter anderem gilt es die Berufsgrundstufe zu reformieren, damit Jugendliche in verschiedene Berufssparten hineinschnuppern können. Eine weitere wichtige Rolle bei der Entscheidung über den weiteren Ausbildungsweg spielt auch die Berufsberatung. Ferner braucht es auch gezielte branchenspezifische Ansätze.

Mehrsprachigkeit ist ein Reichtum für Südtirol

Die Mehrsprachigkeit stellt einen Mehrwert dar, sowohl in der Entwicklung, als auch im

zukünftigen Berufsleben der jungen Menschen. „Aus diesem Grund gilt den Sprachkompetenzen bildungspolitisch höchste Priorität“, so die Vertreter der Wirtschaftsverbände. Die Mehrsprachigkeit stärker zu fördern ist auch das Ziel von Landesrat Philipp Achammer. „Wir ermöglichen bewusst auch innovative Modelle, etwa den Mehrsprachenzug oder den CLIL-Unterricht“, berichtete Achammer. Der Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige bleibt zu diesen Themen im engen Kontakt mit dem Landesrat. Gemeinsam will man verstärkt Akzente setzen.

 

Foto: Das Präsidium im Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige diskutierte kürzlich mit Landesrat Philipp Achammer wie man praktische Berufe weiter aufwerten und Sprachkompetenzen gezielt fördern kann.

 

Author: Giorgia Arman