Sprachkompetenz mit gezielten Maßnahmen verbessern

Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige: Präsidium trifft sich mit Vertretern des Landesbeirates der Eltern. Gemeinsam fordern sie von der Politik gezielte Maßnahmen, um die Sprachkompetenz zu verbessern.

 Das Präsidium im Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige hat sich kürzlich mit Vertretern des Landesbeirates der Eltern getroffen. Die gemeinsame Forderung an die Politik: Die Sprachkompetenz muss mit gezielten Maßnahmen in Kindergarten und Schule entschieden verbessert werden.

Der Landesbeirat der Eltern hat 2015 eine Umfrage unter den Eltern durchgeführt. Über 12.000 Eltern haben daran teilgenommen. Deren wichtigstes Anliegen ist die Verbesserung der Sprachkompetenz. „77 Prozent wünschen sich eine stärkere Berücksichtigung der italienischen Sprache in der Schule. Dies ist ein klares Signal, dass hier Maßnahmen gesetzt werden müssen“, berichtete Sabine Fischer, Vorsitzende des Landesbeirates der Eltern. „Dieser Wunsch kommt nicht nur von den Eltern, sondern auch von den Schülern selbst“, ergänzte Florian Peer, Vorstandsmitglied des Landesbeirates der Eltern.

Gezielte Maßnahmen setzen

Dass es hier dringend Maßnahmen braucht, unterstreichen auch die Präsidenten der Wirtschaftsverbände. „Eine der größten Stärken Südtirols liegt in seiner Brückenfunktion als Bindeglied zwischen dem deutschen und italienischen Wirtschaftsraum. Die Mehrsprachigkeit ist eine persönliche Qualifikation und für Südtirol auch ein bedeutender wirtschaftlicher Vorteil.“, erklärt Leo Tiefenthaler, Präsident vom Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige.

Um die Sprachkompetenz in Kindergärten und Schulen entschieden zu verbessern, braucht es einen Mix an Maßnahmen:

  1. Mehrsprachigkeit muss bereits im Kindergarten beginnen und dann in der Schule ausgebaut werden, beispielsweise durch den Ausbau der CLIL-Projekte.
  2. Die Weiterbildung der Lehrer muss an die Bedürfnisse des mehrsprachigen Unterrichts angepasst werden. Zudem braucht es eine Anpassung des Lehrmaterials.
  3. Das Thema Mehrsprachigkeit braucht eine sachliche und wissenschaftliche Herangehensweise.
  4. Es braucht eine regelmäßige Evaluierung der Sprachkenntnisse und Ableitung von Folgemaßnahmen.
  5. Die Maßnahmen müssen landesweit und regional flächendeckend sowie kurzfristig umgesetzt werden, so dass alle Schülerinnen und Schüler Südtirols davon gleichermaßen profitieren können.

 

Der Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige und der Landesbeirat der Eltern wollen auch in Zukunft gemeinsam der Mehrsprachigkeit das notwendige Gewicht in der öffentlichen und politischen Diskussion geben.

 

Author: Giorgia Arman