Drehscheibe Mobilität: Fokus der Projekte liegt auf Vernetzung und Nachhaltigkeit

Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige (SWR-EA): Wirtschaftsvertreter aus allen Landesteilen tauschten sich im Rahmen der digitalen Veranstaltungsreihe „Drehscheibe Mobilität“ mit Landesrat Daniel Alfreider zu geplanten Mobilitätsprojekten aus.

Die Vorstellung und der Austausch zu aktuellen, aber auch zukünftigen Mobilitätsprojekten in den einzelnen Landesteilen stand im Mittelpunkt der digitalen Veranstaltungsreihe „Drehscheibe Mobilität“. Rund 300 Wirtschaftsvertreter aus allen Landesteilen waren bei den Abenden mit dabei, die vom Südtiroler Wirtschaftsring – Economia Alto Adige in Zusammenarbeit mit dem Ressort für Infrastruktur und Mobilität organisiert wurden.

„In allen Landesteilen gibt es ein starkes Netz an Unternehmen, die eng miteinander verbunden sind. Ziel des Abends war es deshalb auch aufzuzeigen, welche Mobilitätsprojekte aktuell geplant sind und gleichzeitig die Anliegen der Wirtschaftsvertreter zu diskutieren“, betonte Hannes Mussak, Präsident des SWR-EA einleitend.

Landesrat Daniel Alfreider ging in seinen Ausführungen eingangs auf aktuelle Straßenbauprojekte des Landes ein, für die im Landeshaushalt 2021 rund 120 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Rund die Hälfte wird in Sicherheit und Grundsanierung investiert, die andere Hälfte der Investitionsmittel in neue Projekte. Betrachtet man die Mobilitätsprojekte genauer, wird klar, dass die Strategie des Landes auf eine moderne, vernetzte Infrastruktur mit einem starken Fokus auf eine immer nachhaltigere Mobilität aufbaut. Die einzelnen Projekte wurden im Rahmen des Abends, der von SWR-EA Geschäftsführer Andreas Mair moderiert wurde, im Detail diskutiert.

 

Burggrafenamt: Verkehrsflüsse entscheidend verbessern

Die neue Nordwestumfahrung im Burggrafenamt soll nicht nur die Verkehrsflüsse in Meran und für das Passeiertal entscheidend verbessern, sondern auch die Lebensqualität steigern. Ein wichtiges Projekt im Burggrafenamt ist auch das Seilbahnprojekt rund um die drei Gemeinden Dorf Tirol, Schenna und Meran. Für das kapillare Straßennetz in den Seitentälern sind die Straßensicherungsarbeiten von großer Wichtigkeit.

Vinschgau: Erreichbarkeit über eine gute Infrastruktur ist entscheidend

Im Vinschgau wurden unter anderem die Umfahrung Kastelbell-Galsaun und die Verlegung der Straße weg von den Galerien am Reschensee angesprochen, wie auch die Steinschlagschutzbauten Latsch und Latschander. Ein weiteres entscheidendes Projekt für einen flüssigen Verkehr wird die Umfahrung Forst-Töll, Rabland sein.

Eisacktal-Wipptal: Raststätten auf der A22 sollen zu Visitenkarten werden

Die bessere Steuerung der Verkehrsströme auf der A22 und die Aufwertung der Raststätten entlang der Autobahn hin zu Visitenkarten für Südtirol waren ein wichtiges Anliegen beim Diskussionsabend im Eisacktal und Wipptal. Auch die Fertigstellung der Umfahrung für Brixen ist der Wirtschaft ein großes Anliegen.

Bozen und Umgebung: Gute Anbindungen entscheidend

Im Rahmen des Diskussionsabends für Bozen und Umgebung ging es um die Umfahrung für die Landeshauptstadt, den Hörtenbergtunnel, der große Teile der Stadt vom Verkehr aus dem Sarntal und von Jenesien entlasten soll, wie auch um die Verbesserung des Radwegnetzes. Die Ortschaften im Überetsch und Unterland brauchen gute Anbindungen an die Landeshauptstadt, d.h. einerseits über ein gutes Straßennetz und andererseits auch über attraktive Angebote im öffentlichen Nahverkehr.

Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle

Generell spielt die Nachhaltigkeit in der Mobilität eine immer größere Rolle. „Südtirol soll zur Modellregion für nachhaltige alpine Mobilität werden, betonte dann auch Landesrat Alfreider im Rahmen der Diskussion. Der Halbstundentakt im öffentlichen Nahverkehr, die Elektrifizierung der Bahn, der verstärkte Einsatz von Wasserstoffbussen im Stadtverkehr und ein stärkerer Fokus auf die Fahrradmobilität sollen diesen Weg unterstützen.

Author: SWR